Im
Wettkampf wird nach Altersklassen (AK), Schadensklassen (SK) und bei Spielen
nach einem Punktesystem gespielt. Jeder Behindertensportler wird nach der
ärztlichen Untersuchung einer Schadensklasse zugeteilt.
Für jede Behinderungsart wurde eine Punktzahl festgelegt.
In den aufgeführten Mannschafts-Sportarten Bosseln, Faustball, Sitzball,
Tischtennis wird bei Rundenspielen nach dem Punktesystem gespielt.
Altersklassen finden hier keine Anwendung.
Die Punktzahl der eingesetzten Spieler, darf die vorgeschriebene
Gesamtpunktzahl nicht überschreiten.
Bei Freundschaftsspielen und Turnieren wird nicht nach den v.g. Regeln
gespielt.
Auch Behinderte die
sich nicht nur aus Freude am Sport bewegen möchten und den Leistungssport
als nicht so wichtig nehmen, sind bei uns immer herzlich willkommen.
Nähere Informationen erhalten Sie über unsere Rubrik Kontakte und den
darin vorgeschlagenen Ansprechpartnern. Wir würden uns freuen Ihr Interesse
an unseren Sport geweckt zu haben und laden Sie ganz unverbindlich zu einem
unserer Übungsabende ein. den Sie unter der Rubrik Sportarten finden.
Bosseln:
Die
Bossel ist eine Hartholzscheibe mit Stiel. Damit die Bossel nach dem Wurf
gleiten kann, ist die Unterfläche mit Bürsten bestückt.
Das Bosselspiel ist mit dem Eisstockschießen bzw. dem Curling zu vergleichen
und findet in Sporthallen mit einem glatten Hallenboden statt.
Das Spielfeld besteht aus einer Wurfbahn und einem Zielfeld. 2 Mannschaften
mit je 3 Spielern/innen und einem/er Mannschaftsführer/in spielen
gegeneinander.
Die Spieler/innen beider Mannschaften versuchen mit gezielten Würfen ihre
Bosseln möglichst nahe an die im Zielfeld liegende Daube heranzubringen.
Dabei ist es erlaubt, mit dem eigenen Wurf gegnerische Bosseln aus dem
Zielfeld herauszustoßen oder die Daube innerhalb des Zielfeldes in eine für
den Gegner ungünstige und für die eigene Mannschaft günstige Stellung zu
bringen.
Alle Bosseln im Zielfeld erhalten Wurfpunkte. Gewonnen hat die Mannschaft,
die in einem Durchgang/Spiel die meisten Punkte erzielt hat.
Faustball:
Der
Unterschied zum normalen Faustballspiel besteht im Behindertensport darin,
das die Spielfeldhälften auf einer Sportanlage 5m kürzer sind. In der
Sporthalle wird das Spielfeld den Verhältnissen der Halle angepaßt.
Sitzball:
Auf
einem Spielfeld, das in der Mitte durch eine Linie und in 1 m Höhe durch ein
zweifarbiges Band in zwei Felder geteilt ist, sitzen sich zwei Mannschaften
von je 5 Spieler/innen einander gegenüber.
Jede Mannschaft hat die Aufgabe, den ihr über das Band zugeschlagenen Ball
mit der offenen Hand wieder zurückzuspielen und zwar so lange bis ein Fehler
den Spielgang beendet. Dabei ist es das Ziel beider Mannschaften, den Ball
so über das Band zu spielen, daß dem Gegner der Rückschlag nicht gelingt
oder möglichst erschwert wird.
Jeder Fehler der einen Mannschaft wird der anderen als Vorteil angerechnet.
Gewonnen hat die Mannschaft, die in der Spielzeit von 2 x 7 Min. die meisten
Treffer erzielt hat.
Tischtennis:
Der
Unterschied zum herkömmlichen Tischtennis besteht darin, dass im Einzel nach
Schadensklassen und Altersklassen gespielt wird. Die Rundenspiele werden als
Mannschaft gespielt, wobei die vorgegebene Gesamtpunktzahl nicht
überschritten werden darf.
Es gibt in unserer Liga 3 Klassen, die sich wie folgt unterscheiden:
Landesliga, Oberliga, Bezirksliga. Die 1. Mannschaft der BSG Köln spielt in
der Landesliga der höchsten Klasse für Behinderte. Beim Erreichen der ersten
zwei Plätze besteht die Möglichkeit, an den Deutschen
Mannschaftsmeisterschaften teilzunehmen.
Darüber hinaus hat
jeder einzelne Sportler durch die Teilnahme an den einmal im Jahr
stattfindenden Landesmeisterschaften und einer Platzierung unter die ersten
drei das Recht, an die Deutschen Meisterschaften im Einzel und
Doppel teilzunehmen.
Den Traum, „Deutscher
Meister oder Vizemeister“ zu werden und sich somit für die
Nationalmannschaft zu empfehlen, ist das Ziel eines jeden jungen
Behindertensportlers. Über die Deutsche Nationalmannschaft hat der Sportler
die Möglichkeit, an Länderspielen und Sichtungslehrgängen teilzunehmen und
sich für die ganz großen Aufgaben zu qualifizieren wie z.B. auf Welt- und
Europameisterschaften oder zur Olympiade zu fahren.
Durch ein gezieltes
Training unserer Übungsleiter haben einige unserer Sportler wie in unserer
Bildergalerie unter dem Punkt Erfolge zu lesen ist, große
sportliche Leistungen erbracht.
Unsere
Mitglieder haben die Möglichkeit, alle Sportarten des Wintersports wie
Alpin, Langlauf (nordisch), Biathlon je nach Behinderung zu betreiben.
Der Skilanglauf (Ski-nordisch) ist die einfachere Art des Skilaufs. Ihn
können ebenso Rollstuhlfahrer wie Sehgeschädigte ausüben, wenn das Laufen in
gespurten Loipen erfolgt. Rollstuhlfahrer benutzen einen Langlauf-Schlitten
und Sehgeschädigte laufen mit einem Begleiter.
Ebenso können Sehgeschädigte am Biathlon teilnehmen. Das Zielen wird über
ein akustisches Signal auf den Kopfhörer des Sehgeschädigten übermittelt.
Ski-Alpin kann ebenso von fast allen Behinderten ausgeführt werden.
Oberschenkelamputierte laufen mit Krückenski, Rollstuhlfahrer mit dem
Monoski.
Über den Landesverband
(BSNW) haben Anfänger und Fortgeschrittene die Möglichkeit an Freizeit- und
Leistungslehrgängen teilzunehmen. Bei entsprechender Leistungsfähigkeit kann
an den Landes- und Bundesmeisterschaften bis hin zu den Paralympics
teilgenommen werden.
Sehbehindertensport:
Sport mit
Sehgeschädigten
Ziel im Sport mit
Sehgeschädigten ist es, den direkten bzw. indirekten Folgen der Behinderung
entgegenzusteuern und soweit wie möglich eine andauernde Veränderung zu
erreichen. Es trägt sicherlich auch unterstützend dazu bei, dass der
Sehgeschädigte an Unabhängigkeit, Selbständigkeit,
Mobilität und Orientierungsfähigkeit sowie Selbstvertrauen,
Selbstscherheit und sozialer Integration gewinnt.
Bei Sportlern mit
völliger Blindheit geben wir in unserem Angebot zum Sport eine gezielte
Trainingseinheit vor, die besonders darin liegt, dem Sehgeschädigten die
Körperkräfte und Ausdauerleistungsfähigkeit zu geben, die aufgrund von
Bewegungsmangel und Übervorsicht sich in der Fortbewegung nicht genügend
entwickeln konnte. Wir bemühen uns, dass den Bedürfnissen der Sehbehinderten
und Blinden durch Spiele, Humor und Freude Rechnung getragen wird, um auch
denjenigen, die mit erheblichen motorischen Schwierigkeiten zu kämpfen
haben, emotional befriedigende Erlebnisse beim Sporttreiben zu vermitteln.
Die Inhalte werden so ausgewählt, dass sie den geistigen und motorischen
Möglichkeiten der Betroffenen entsprechen, damit auf Dauer gesehen die
Selbstbestimmung, Mündigkeit und Selbstartikulation im Bereich des Sports
möglich sind.
Sollten Sie noch
weitere
Fragen haben, rufen Sie uns bitte an, oder schicken Sie uns eine
E-Mail.